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Der Heinz Sauermann-Preis für experimentelle Wirtschaftsforschung

Seit 1990 lobt die Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung e.V. den "Heinz Sauermann-Preis zur experimentellen Wirtschaftsforschung" aus. Der Preis wird seit 2007 nicht mehr alle zwei Jahre sondern jedes Jahr vergeben und ist mit Euro 1000,- dotiert. Bewerben kann sich jeder bis zu einem Höchstalter von 35 Jahren, der im jeweiligen Auslobungsjahr an einer deutschsprachigen Hochschule eine herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der experimentellen Wirtschaftsforschung abgeschlossen hat. Über die Preisvergabe entscheidet dabei der Vorstand der Gesellschaft.

 

Der Heinz Sauermann-Förderpreis für experimentelle Wirtschaftsforschung

Seit dem Jahr 2007 möchte die GfeW mit diesem Preis speziell Nachwuchswissenschaftler fördern, die bei ihrer Arbeit auf dem Gebiet der experimentellen Wirtschaftsforschung finanzielle Unterstützung benötigen und diese nicht anderweitig erhalten können. In der Regel ist der Heinz Sauermann-Föderpreis mit € 500,- dotiert. Je nach Kassen- und Antragslage kann von dieser Summe abgewichen werden, jedoch nur bis zur Höchstsumme von € 1000,-. Voraussetzung für die Bewerbung um den Förderpreis sind die Mitgliedschaft in der Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung sowohl des Bewerbers als auch des Betreuers. Das Höchstalter des Bewerbers darf 35 Jahre nicht überschreiten. Über die Preisvergabe entscheidet dabei der Vorstand der Gesellschaft.

 

Heinz Sauermann
1905 – 1981

Heinz Sauermann

Heinz Sauermann wurde am 17.03.1905 geboren und wuchs als Sohn eines Textilhändlers in Bielefeld auf. Zunächst studierte er in Freiburg, Wien und Paris Musikwissenschaft, dann Soziologie und Nationalökonomie. Im Alter von 22 Jahren promovierte er bei Othmar Spann. 1929 wurde er Mitarbeiter am "Institut für angewandte Soziologie" in Berlin unter Karl Dunkmann. Nach der Beendigung seiner Habilitationschrift "Die Gestalt des Unternehmers" wechselte er 1937 nach Frankfurt, wo er, wie auch in Göttingen, Heidelberg und Gießen, volkswirtschaftliche Lehrveranstaltungen gab. Nach Kriegsende wurde er von alliierten Militärbehörden als Berater herangezogen, vor allem zur Vorbereitung der Währungsreform. Nach einem längeren Aufenthalt in den USA 1949 konnte er an die internationale Entwicklung in der Forschung während der deutschen Abschottung anschließen und diese Kenntnisse für Lehre und Forschung in Frankfurt nutzen. Er sorgte dafür, dass Frankfurter Ökonomen eine Mathematik- und Informatikausbildung erhielten und gab jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich auf neuen Gebieten zu qualifizieren und zu forschen. Sauermann arbeitete u.a. mit dem späteren Nobelpreisträger Reinhard Selten, mit dem er auch die ersten Oligopolexperimente durchführte. Sauermann und Selten begründeten die experimentelle Wirtschaftsforschung in Deutschland, die inzwischen international von großer Bedeutung ist. Kurz vor seinem Tod am 27.05.1981 erhielt Heinz Sauermann den Ehrendoktor der Universität Heidelberg. Zu seinen Ehren vergibt die von ihm gegründete Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung seit 1990 den "Heinz Sauermann-Preis zur experimentellen Wirtschaftsforschung" an junge Wissenschaftler.

 

 

Die Preisträger

Andreas Marcel Oestreich, Universität zu Köln

"Referenzpunkte in Diktatorspielen" [Förderpreis | 2009]

Matthias Wibral, Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

"Essays On Social Preferences, Incentives, And Institutions" [Dissertation | 2009]

Jahr 2007/2008

Lisa Bruttel, Humboldt-Universität zu Berlin:

"Tacit Collusion: Four Experimental Studies" [Dissertation | 2007]

Özgür Gürerk, Universität Erfurt:

"Endogenous Institution Choice in Social Dilemmas" [Dissertation | 2007]

Stefan Palan, Karl-Franzens-Universität Graz:

"Handelszeiten und Derivatmärkte - Auswirkungen auf die Aktienmarkteffizienz" [Förderpreis | 2008]

Jahr 2006/2007

Konrad Burchardi und Stefan Penczynski, London School of Economics and Political Science:

"Level-0 belief, population characteristics and learning in the level-k model: An experiment with recorded team communication." [Förderpreis | 2007]

Sven Fischer, Universität Jena:

"Theories and Patterns of Bargaining Behavior: If Conflict is Unfair" [Dissertation | 2006]

Jahr 2004/2005

Gerlinde Fellner, Max-Planck-Institut für Ökonomik, Jena:
"Experimental studies on investor behavior" [Dissertation | 2004]

Miriam Mezger, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg:
"Randomisierte und versteigerte Listenplätze in elektronischen Hotelverzeichnissen" [Diplomarbeit | 2005]

Philipp Reiß, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg:
"Auktionen und Transaktionsalternativen: Ökonomische Theorie und experimentelle Evidenz" [Dissertation | 2005]

Jahr 2002/2003

Jeannette Brosig, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg:
"Essays on Individual Decision Making: Experimental Investigation on the Effects of Communication Opportunities and Elicitation Procedures" [Dissertation | 2003]

Christine Harbing, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn:
"Experimental studies on Incentives in Organizations" [Dissertation | 2003]

Sebastian Kube, Universität Karlsruhe:
"Ausarbeitung eines Experiments zur Währungsunion" [Diplomarbeit | 2002]

Jahr 2000/2001

Bernd Irlenbusch, Erfurt:
"Behavior Governed by Non-Binding Contracts Theory and Experimental Observations" [Dissertation]

Sabine Kröger, Berlin:
"Bidding Experiments - How to choose quality when its costs are not known - A comparison of two Tendering Mechanisms" [Diplomarbeit]

Jahr 1996/97/98

Jeannette Brosig, Magdeburg:
"Kommunikation und individuelles Kooperationsverhalten" [Diplomarbeit]

Eva Jonas, München:
"Beraten und Entscheiden - Experimentelle Untersuchungen zur Informationssuche" [Dissertation]

Wieland Müller, Berlin:
"Commitment: Experimental studies on games with (im)perfectly observable actions" [Dissertation]

Jahr 1995/96

Axel Ockenfels, Bonn:
"Ein Experiment zum Solidaritätsverhalten" [Diplomarbeit]

Fang Fang Tang, Bonn:
"Anticipatory Learning in Two-Person Games: An Experimental Study" [Dissertation]

Jahr 1993/94

Bettina Kuon, Bonn:
"Two-Person Bargaining Experiments with Incomplete Information" [Dissertation]

Christine Syha, Frankfurt/Main:
"Koordination von Entscheidungen bei konkurrierenden Gleichgewichten - Ene experimentelle Untersuchung" [Diplomarbeit]

Jahr 1991/92

Thomas Bittner, Köln:
"Das Risiko im Geldanlageverhalten nach Gewinnen und Verlusten"[Diplomarbeit]

Claudia Keser, Bonn:
"Experimental Duopoly Markets with Demand Inertia" [Dissertation]

Jahr 1990

Wolfgang Havenith, Euskirchen:
"Phänomene des Verhandlungsverhaltens im 5-Personen Apex Spiel" [Dissertation]

Manfred Königstein, Frankfurt/Main:
"Ultimative Verhandlungen -- Eine computergestützte experimentelle Untersuchung" [Diplomarbeit]

Abdolkarim Sadrieh, Bonn:
"Auktionsexperimente mit marktseitenalternierendem Verlauf" [Diplomarbeit]

Friedrich A. Stein, Jülich:
"Betriebliche Entscheidungssituationen im Laborexperiment" [Dissertation]

 

 

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